Vibe Internships

Nach langer Zeit melde ich hier nochmal mit einem persönlichen Anliegen.

Auch wenn meine Zeit in Indien mittlerweile schone eine Weile her ist, ist das Thema über ein Praktikum in Indien für viele andere Studenten weiterhin sehr interessant. Um Informationen über ein Praktikum in Indien zu bekommen oder auch Blogs anderer Studenten zu sehen, kann man sich hier informieren: www.vibe-internships.com. Es lohnt sich :)

LG, Sophia

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Hyderabad

Hallo zusammen

hier nur ein paar kurze Informationen, da die Zeit doch recht knapp ist zum Schreiben.

Sonntag Nacht bin ich mit Anindita und Swapna mit dem Zug nach Hyderarabad gefahren (ca.  700km), da beide nun über Diwali (das größte indische Fest) für ca. 10 Tage nach Hause zu ihren Familien fahren. Da habe ich mich dann mal direkt mit angeschlossen. Hyderabad liegt mitten in Indien und gehört schon zu Süd-Indien. Hyderabad gehört zum Bundesstaat Andhra Pradesh.

Die Zugfahrt war ähnlich lang wie die nach Goa. In Hyderabad angekommen bin ich dann mit Anindita zu ihrem zuhause gefahren und habe erstmal ihre Eltern kennengelernt. Sie haben mich wirklich sehr nett und herzlich aufgenommen! Gegen Spätnachmittag bin ich dann mit Anindita und ihren Eltern ein bißchen Shoppen gefahren. Ich habe derweil nach ein paar Kurta’s (längeren Shirts) geguckt, und ehe ich mich’s versah hat Anindita’s Mutter mir schon eine als Geschenk gekauft (ich hatte die Kurta vorher anprobiert). Echt extrem nett!

Am nächsten Tag bin ich dann mit Anindita in einem Touristik-Bus durch ganz Hyderabad gefahren und wir haben uns alle Sehenswürdigkeiten angeguckt: Tempel, Museen, Paläste, Festungen etc. Da Hyderabad bekannt ist für Perlen, habe ich mir dann auch direkt noch schöne Perlenohrringe gekauft – muss man ja ausnutzen ;-)

Am Mittwoch sind wir dann zu Swapna’s Familie gefahren (etwas weiter weg von der Stadt) und dort haben wir selbstgekochtes Essen bekommen. Es war wirklich lecker und eine schöne Erfahrung, mal das richtige indische Familienleben mitzuerleben.

Nachts bin ich dann zurück nach Mumbai geflogen und gerade als ich am Flughafen in Hyderabad ankam wurde ich gefragt, ob ich nicht einen früheren Flug nehmen möchte, da dieser Verspätung hatte. Na, das hab ich dann gemacht und war um 20.45h schon wieder in Mumbai (eigentlich sollte ich erst um 21h losfliegen… hehe). Lief also alles prima.

Hier gibt’s die Fotos:

Über’s Wochenende wird Diwali gefeiert (so groß wie Weihnachten bei uns), und deshalb wünsche ich allen nun ein “Happy Diwali”!

Bis bald,
Sophia

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Dandiya-Dance: nicht nur ein Tanz, sondern ein Lebensgefühl!

Hallo zusammen,

meine Füße tuen mir immer noch weh vom gestrigen Tanzabend. Was war das toll und beeindruckend. Aber erstmal ein paar allgemeine Informationen:
Vom 08. – 17. Oktober fand dieses Jahr das Festival Navratri statt. 10 Tage Festival – das sollten wir auch mal haben! Während dieser Zeit wird God Durga gefeiert. Überall findet man temporäre Tempel mit der Durga Figur. Die Story hinter God Durga ist, dass es früher mal einen Mann gab, der sich von einer Fee o.ä. wünschte, dass er von keinem Mann besiegt werden kann. Dieser Mann fing dann an die ganze Welt zu zerstören und Unfrieden zu stiften. Kein Gott hatte eine Chance gegen ihn. Somit wurde dieser böse ‘Gott’ als Dämon bezeichnet. Die Götter setzten sich dann zusammen und erstellten eine Göttin, die von jedem der 10 Götter eine Gabe bekam. Diese Göttin bekam den Namen Durga, hatte somit 10 Fähigkeiten und besiegte den Dämon. Denn der Dämon hatte sich damals gewünscht, dass kein MANN ihn besiegen kann ;-) Somit ist Durga bekannt als die Göttin der Macht (Power).
Während des Navratri-Festivals fanden dann überall auf den Straßen Tänze statt, die ich aber nie so genau verfolgte. Den Tanz, den man traditionell während des Festivals tanzt, ist Dandiya. Man tanzt zum Teil mit Stöckern, welche die Schwerter von Durga repräsentieren sollen. Gestern fand dann der offizielle Dandiya-Tanzabend von Capgemini statt. Eigentlich eine Woche zu spät, aber egal ;-) Wir, d.h. 4 Arbeitskolleginnen, 1 Arbeitskollege und ich sind dann nach der Arbeit in sehr bunten Kostümen mit dem dafür bereitgestellten Shuttle-Bus zu dem Tanzabend gefahren. Capgemini hatte ein Gebäude mit Innenhof gebucht, es gab zu Essen und zu Trinken und eine Liveband spielte Musik zum Tanz. Es war echt toll. Am Anfang tanzte ich glaube ich noch ein bißchen holprig, aber nach einer Zeit hatte ich den Dreh immer mehr raus. Ich lernte immer mehr Bewegungen von meinen Arbeitskollegen, lernte mit den Stöckern zu tanzen und hatte richtig Spaß. Dandiya tanzt man nie alleine, sondern immer in einer Gruppe, z.B. im Kreis. Nach einer Weile taten meine Füße so weh dass ich meine Sandalen auszog und so weitertanzte. Es hatte einfach so Spaß gemacht, aber es war auch verdammt heiß. Allein schon die ganzen bunten, geschmückten Inder, sowohl Männer als auch Frauen – es war einfach toll anzusehen.
Zum Ende hin wurden dann 5 Preise vergeben. Die Moderatoren sprachen in einem Mix aus Englisch und Hindi, so dass ich nicht alles verstand. Plötzlich hörte ich nur meinen Namen: “Sophia, come on stage”. Oh jemine, schon wieder auf eine Bühne! ;-) Ich stand dann da oben und hatte gar nicht verstanden, warum ich irgendwas gewonnen hatte. Der Moderator fragte dann, wie ich mich nun fühle. Mmhh…gut, irgendwas musste ich sagen. Ich habe dann nur (ins Mikro) gesagt dass es ein wundervoller Abend war, ich beeindruckt bin von der Stimmung usw. Plötzlich drückte mir die Moderatorin einen Umschlag in die Hand, mit Gutscheinen für eine Shopping-Mall hier in der Nähe für 500 Rupien, fast 10€. Voll cool. Ich habe dann, nachdem ich die Bühne wieder verlassen habe, meine Kolleginnen gefragt warum ich jetzt gewonnen hatte. Und sie erwiderten nur, dass ich den Preis des “Fundoo Dancers” bekommen habe, d.h. ich war diejenige mit dem meisten Spaß beim Tanzen! ;-) Voll cool – damit habe ich Capgemini Deutschland wohl gut vertreten! Hehe. Manchmal kann ich es selbst kaum glauben was ich hier alles erlebe und sehe. Es sind Bilder in meinem Kopf entstanden die ich nie vergessen werde!

Hier ist die nachträgliche Capgemini-Mail mit ein paar Fotos und den Siegern :-)

Nun ist Wochenende und ich werde es mal ein bißchen genießen und bin heute nicht sofort wieder irgendwo auf Tour. Ist auch schön ;-)

Liebe Grüße und bis bald,
Sophia

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Goa: der Party- und Strandstaat von Indien

GOA!!! Das erste Mal raus aus Maharastra (dem Bundesstaat) und Mumbai. Was für eine Erholung. Und dann auch noch mit 7 Leuten, d.h. Marco, Anindita (meine Mitbewohnerin), Rachana, Anupriya, Rahul, Vikas und ich. Voll cool. Die 5 Inder sind Studenten hier im College und mit denen unternehmen wir auch ab und an was.
Allein der Trip nach Goa war schon ein unvergessliches Abenteuer. Wir hatten zwei Tage vorher Zugtickets für 6 Euro gebucht. Die Zugfahrt dauerte von Mumbai nach Goa (ca. 800km) ca. 14 Stunden! Da muss man sich mal vorstellen wie langsam hier die Züge fahren. Die Infrastruktur ist – sagen wir mal so – nicht die Beste ;-) Wir hatten Tickets für die Sleeper Class gebucht, d.h. wir hatten Betten zum schlafen (wir sind über Nacht gereist). Die Betten waren so Art bepolsterte Bretter die man aus der Wand ausklappen konnte. In einem Abteil gab es dann 6 Betten, an jeder Seite 3 übereinander. Es war echt witzig. Abends und morgens sind dann auch immer noch Verkäufer durch den Zug gelaufen und waren nicht leiser als unsere Marktschreier! Sie haben dann Süßes, Getränke oder auch morgens Frühstück verkauft. Man, ich hab mich echt ein bisschen wie beim Viehtransport gefühlt. Aber es war extrem lustig.
In Goa angekommen haben wir unseren Taxifahrer direkt gebeten und zu einer günstigen, guten Unterkunft zu bringen und dies tat er auch. Wir haben eine richtige schöne Unterkunft bekommen mit zwei Zimmern für zwei Nächte für pro Person 10€. Da kann man echt nicht meckern. Vor allem weil wir echt 1 Minute Gehweg zum Strand (Baga Beach) wegwohnten. Daher war auch das erste was wir machten nachdem wir ankamen, unsere sogenannten Schwimmsachen anzuziehen und in die Fluten zu springen. Das Meer und auch der Strand war echt ein Traum. Richtig schön. Aber aufgrund der umgebendenen Vegetation echt eine andere Atmosphäre als bei uns – im positiven Sinne.
Das Interessante an dem Meeresbaden war, dass wirklich keiner von den 5 Indern richtig schwimmen konnte. 2 Mädels meinten zwar vorher das sie schwimmen können, als wir dann jedoch im Meer waren waren sie sehr skeptisch und gaben dann zu, dass sie natürlich noch nie im Meer schwimmen waren. Und als ich dann gefragt habe wie sie schwimmen, plantschten und paddelten sie nur. Also das war nun wirklich kein Schwimmen! Ich muss aber sagen, dass 4 von den 5 Indern sich echt schnell ans Wasser gewöhnt haben und hinterher sogar richtig Spass mit den Wellen hatten. Irgendwie bin ich richtig froh drüber, dass ich denen die Angst vor dem Wasser nehmen konnte. Vor allem war das Wasser echt flach. Aber es war echt kurios zu sehen, junge Erwachsene im Wasser zu sehen wie Kinder, die noch nie sowas tolles erlebt haben. Ich habe sogar hinterher von einem Inder gehört, dass sein Vater ihn anrief und sichergehen wollte, dass er auch ja nicht ins Wasser gehe da das zu gefährlich sei. Daraufhin hat der Student ihn dann angelogen. Also das sind manchmal Welten hier! Auf jeden Fall wuchs dann der Wunsch Bananaboat zu fahren. Und Marco und ich dachten uns nur, wer wird die hinterher aus dem tiefen Wasser wieder rausholen? Sie wissen sich ja gar nicht zu verhalten. Aber dank der Schwimmwesten ist alles gut gegangen und alle hatten Spaß.
Abends sind wir dann in einer Strandbar essen gegangen und danach noch in eine Bar gegangen und haben gefeiert. Es war echt lustig. Vor allem weil ein paar von den Studenten meinten dass sie nicht trinken wollten – keiner hats lange durchgehalten. Hehe.
Das was mich an Goa überrascht hat waren die viele Touristen. Hier in Mumbai sehe ich sehr selten welche, aber dort war alles voll von Engländern, Russen etc. Auch der Ort hatte viele europäische Bars, Restaurants etc. Echt verrückt. Und das mitten in Indien!
Am nächsten Morgen haben wir uns dann 3 Roller und 1 Motorrad ausgeliehen und sind damit durch die Gegend gefahren. Ich saß bei Vikas hinten auf dem Roller mit drauf da ich vorher noch nie Roller o.ä. gefahren bin. Aber allein schon hinten zu sitzen, den Wind zu spüren und die Landschaft zu erkunden war super. Zum Teil sah es echt aus wie im Paradies. Wunderschön. Wir sind dann zum Arambol Beach gefahren, haben dort leckeren Fisch gegessen und sind am bißchen am Strand und an ein paar Felsen rumgelaufen. Leider hat es dann richtig angefangen zu schütten und wir mussten gucken dass wir nicht allzu nass werden. Der Rückweg auf den Bikes dauerte dann auch nochmal fast ne Stunde, Vikas und ich haben uns dann noch richtig verfahren, es war dunkel und der Regen und der Wind hörte einfach nicht auf. Das war dann schon echt eine Extremsituation. Abends im Zimmer haben wir dann alle (kalt) geduscht, Tee getrunken und uns für den Abend fertig gemacht. Zuerst sind wir in einer Bar gelandet und danach in eine Disko gegangen. Das hat echt richtig Spaß gemacht. Gute Musik und gute Stimmung. Und die Inder konnten echt gut tanzen. Es war wirklich toll.
Sonntag sind wir dann zum Chapora Fort (Festung) gefahren und haben die Aussicht auf das Meer, die Strände und die Landschaft genossen. Auf dem Weg dorthin sind wir dann noch zwei Elefanten und einer Horde Kühen entgegengekommen. Nach dem Ruinenbesuch der Festung haben wir uns kurz entschlossen nach Alt Goa zu fahren (ca. 1,5 Stunden) und haben uns dort die Bom Jesus – Basilika und die Se Cathedral angeguckt. Dazu muss ich erwähnen, dass Goa früher in portugiesischer Hand war und es daher in Goa viele Christen und daher auch viele Kirchen und Basilikas gibt. Leider ist ein Roller auf dem Weg ein bißchen in die Knie gegangen so dass wir immer wieder anhalten mussten und versucht haben ihn zu reparieren. Irgendwann sind wir dann abends wieder in unserem Hotel angekommen, haben was gegessen und sind um 21.30h in den Sleeper Bus zurück nach Mumbai gestiegen. Auch der Sleeper Bus war wieder eine Erfahrung für sich. Ein Reisebus mit nur Hochbetten (Doppelbetten). Leider übertreiben die es oft mit der Klimaanlage, so dass es doch recht kalt war nachts. Morgens sind wir dann gegen 9h in Mumbai angekommen, ich habe mich geduscht und was gegessen, und bin dann sofort wieder zur Arbeit gegangen. So muss das sein sag ich mal, ne?!
Ich muss auf jeden Fall sagen dass dieser Trip doch echt beeindruckend war und ich wirklich froh bin auch diesen Teil von Indien mal entdeckt zu haben. Hier ein sehr kleiner Ausschnitt der geschossenen Fotos:


Nun gehts aber ins Bett.

Bis bald,
Sophia

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Kashid Beach

Hallo miteinander,

nachdem ich jetzt einige Wochenenden immer wieder in den Bergen war, war dieses Wochenende mal Strand angesagt. Mumbai grenzt zwar selbst auch direkt ans Meer, jedoch ist das Wasser zu dreckig um dort schwimmen gehen zu koennen. Somit haben wir uns dann entschlossen, nach Alibag zu fahren. Ein Ort direkt an der Kueste und nicht allzu weit weg von Mumbai.

Swapna hat sich dann Marco und mir angeschlossen. Wir sind morgens zu dritt zuerst mit dem Zug nach Suedmumbai gefahren und von dort weiter mit der Faehre. Die Fahrt auf dem Wasser dauerte ca. 90 Minuten und dort am Hafen angekommen, standen direkt schon wieder Shared Rickshaws bereit die uns dann in ca. 45 Minuten nach Alibag gebracht haben. Von Alibag waren wir dann jedoch etwas enttaeuscht, da es dort keine richtige Moeglichkeit zum Schwimmen gab und es dort auch sonst nicht viel zu sehen gab. Da wir uns sowieso ueberlegt hatten, am Kashid Beach weiter suedlich schwimmen zu gehen haben wir uns dann sofort nach Bussen umgeschaut die dorthin fuhren. Die Busfahrt hat dann nochmals 90 Minuten fuer ca. 36km gedauert! Also so schnell fahren die Busse hier leider nicht… :-)

Auf dem Weg haben wir dann noch eine deutsche Bagpackerin kennengelernt die sich uns angeschlossen hat. Wir konnten in Kashid dann ein super Zimmer in einem Gasthaus bekommen, fuer ca. 3Euro pro Person. Sofort nachdem wir eingecheckt haben sind wir dann auch schon direkt zum Meer gelaufen. Bikini’s sind hier in Indien so gut wie verboten, so dass ich einfach ein paar Klamotten zum Schwimmen angelassen habe. Selbst das Meerwasser ist hier extrem warm! Eine richtige Erfrischung war das nicht wirklich. Aber trotzdem schoen. Die Atmosphaere am Strand ist hier jedoch wirklich anders als wie man es aus Europa kennt. Kaum ein Inder kann schwimmen, d.h. man sieht sie meist nah an der Kueste ein bisschen rumplanschen. Ausserdem lassen die meisten Inder ihre ganz normalen Klamotten an wenn sie ins Wasser gehen. Hinzu kommt, dass die Inder ja um keinen Preis dunkler werden wollen, so dass man dann auch keinen Menschen sieht der sich sonnt. Echt verrueckt. Dafuer gab es ueberall Haengematten unter den Baeumen in denen man sich dann ausruhen und Kokosmilch schluerfen und Kokosnuesse essen konnte. Echt angenehm!

Hier die aktuellen Fotos:

Liebe Gruesse,
Sophia

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Trekking-Tour nach Karnala

Hallo zusammen,

hier noch ein kurzes Update zu letztem Wochenende. Letzten Samstag hat unser Teamevent stattgefunden. Wir (das Projektteam) haben uns gegen 7h am Office getroffen und sind mit einem privaten, bestellten Bus nach Karnala gefahren. Nun gut, es war dann vielleicht nicht 7h bis alle da waren, sondern eher 7.40h. Aber nun gut, so ist das hier halt. Ich war auf jeden Fall die erste die da war :-)

In Karnala gibt es eigentlich nicht viel zu sehen ausser einen grossen Berg den man besteigen kann. Nun gut, das haben wir dann auch gemacht. Ich hatte mich schon richtig gefreut mich mal wieder ein bisschen zu bewegen. Aber das war nun wirklich mehr als nur ein bisschen. Es gab keine richtigen Pfade um die Bergspitze zu erreichen. Das heisst wir sind zum Teil durch einen Art Dschungel gelaufen und zum Teil richtig hochgeklettert, da es so steil war. Es war nichts fuer schwache Nerven! Ein Kollege hat leider auch nach ca. 20 Minuten aufgegeben und ist wieder zurueck gegangen, da das fuer ihn mit seinem operierten Bein nicht moeglich war. Auf dem Weg zur Bergspitze sind wir dann auch einigen Krebsen begegnet (ich dachte vorher dass es die nur am Strand gibt – auf jeden Fall hiess es wenn die dich beissen ist es sehr gefaehrlich!) und auch sogar einer Schlange, die gerade dabei war einen Frosch zu fressen. Also da wurde mir doch schon anders! Nach 2-3 Stunden haben wir es dann auch endlich geschafft die Spitze zu erreichen, jedoch mit dem Resultat das wir kein Wasser mehr uebrig hatten und die Sonne hat geschienen wie noch nie! Oben auf dem Berg war dann noch die Ruine von dem alten Fort zu sehen, d.h. einer Art Festung. War jedoch jetzt nicht soo spektakulaer.

Es war auf jeden Fall ein schoener Ausflug, jedoch waren wir am Ende doch alle sehr geschafft. Ich habe auch jetzt erstmal genug von Bergen und Forts und werde mir die naechsten 2 Wochenenden eher Strand und Meer angucken.

Liebe Gruesse,
Sophia

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Laptop und Indien

… vertragen sich nicht mehr.

Seit letzten Sonntag startet mein Laptop nicht mehr :-( Einfach so! Die Vermutung ist dass er ein bisschen Schmutz, Staub oder Dreck abbekommen hat, so dass er nicht mehr hochfahren kann. Wir haben hier auch schon einen Request erstellt, so dass jemand von Lenovo mal kommt und sich den Laptop mal genauer anguckt. Die lokalen Technikjungs hier konnten auch erstmal nichts machen. Nun ist leider schon eine volle Arbeitswoche rum und es ist immer noch keiner von Lenovo da gewesen. Das geht hier halt alles nicht so schnell.

Zum Glueck habe ich direkt einen Desktop-Rechner hier auf der Arbeit zur Verfuegung gestellt bekommen, so dass ich trotzdem weiterhin Mails empfangen kann oder auch mal Blogeintraege schreiben kann.

Bis bald und ein schoenes Wochenende,
Sophia

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Die Sache mit dem Geld

Heute gibt es mal keinen Touri-Erlebnisbericht, sondern eine wahre Geschichte der etwas anderen Art.

Da ich hier ja ein Praktikum mache, werde ich auch von hier aus bezahlt. Mir war das von Anfang an klar…. den Indern irgendwie nicht. Im Sinne von “ja, du kriegst Gehalt ja? Mmmh.. ja da müssen wir mal gucken wie du das bekommen kannst”. Fing also schonmal gut an :-) Hier konnte man damals schon ahnen, dass die meisten Inder oft nicht weiter denken, wenn das nicht genau ihrem Aufgabengebiet entspricht. Trotzdem war ich noch recht zuversichtlich, da Capgemini ja jetzt kein kleiner Verein ist, und da sollte es ja kein Problem sein ein paar Kröten auf ein deutsches Konto zu überweisen. Falsch gedacht! So einfach ist das natürlich nicht. Jetzt muss ich dazu sagen, dass ja nicht nur ich dieser Herausforderung gegenüber stand, sondern auch Marco (er kam ca. zur gleichen Zeit hierhin) und auch Sebastian, der schon seit 6 Wochen erfolglos versuchte an sein Gehalt zu kommen.

Mein Manager, der mir in der Sache wirklich sehr geholfen hat, hat dann erstmal alle Leute die er kannte kontaktiert um herauszufinden, wie man mir mein Gehalt zahlen will. Die E-Mails waren wirklich zum Teil grandios – jeder erzählte etwas anderes und verwies einen immer wieder an die nächste Person. Fest stand auf jeden Fall schonmal, dass die einfachste Lösung, das Geld überwiesen zu bekommen, aus mir nicht erklärbaren Gründen definitiv nicht ging. Somit entschied man sich dann mir monatliche Schecks auszustellen. Nun gut, dachte ich mir, ist ja auch ok. Um jedoch im Detail zu klären wie die Schecks ausgestellt werden können, wurden z.B. Personen in Bangalore und Kolkata herangezogen. Irgendwann stand dann fest, dass mein Vertrag mit einem Barcode versehen werden muss, dieser auf einen Server hochgeladen muss, mein Manager sein Einverständnis und die Projektnummer geben muss und dann kann ein Scheck auf meinen Namen ausgestellt werden kann. Gut, dass hatten wir schonmal geschafft. Der Scheck erreichte mich zwar erst 2-3 Wochen später, aber er war dann da (hoffentlich kommt mein letzter Scheck rechtzeitig, sonst habe ich hier ein Problem). Aber wie komme ich an mein Geld? Ein Scheck kann immer nur auf ein Konto eingelöst werden, wo der Name des Kontoinhabers dem auf dem Scheck enstpricht, so wie ich das verstanden habe. Es gingen dann wochenlang die abstrusesten Gerüchte rum. Beispielsweise hieß es dann, dass wir eine FRRO-Registrierung benötigen um ein Bankkonto zu eröffnen, d.h. wir sollten uns richtig in Indien registrieren. Fand ich schon sehr komisch. Vor allem was die alles haben wollten…tausende von Dokumenten, Bescheinigungen etc. Bevor ich mich wirklich damit beschäftigt habe, haben wir Deutschen dann herausgefunden, dass eine FRRO-Registrierung überhaupt nur möglich ist, wenn man länger als 3 Monate hier in Indien verweilt. Nur gut, dass wir das herausfinden mussten. Dies ist ein typisches Beispiel dafür, dass die meisten sich hier einfach keine Gedanken gemacht haben, die Prozesse nicht kennen und uns einfach Aufwand ohne jegliche Grundlage schaffen. Sebastian hatte es dann irgendwann satt, ist zur Bank gegangen und konnte ohne Probleme ein Konto eröffnen. Marco und ich haben das dann auch gemacht, brauchten ein paar Dokumente wie Visum, Passport, einen Zettel auf dem draufsteht dass wir nicht länger als 3 Monate hier sind usw. Ein kleinen Zwischenfall gab es bei der Kontoerstellung jedoch nocht: alle unsere Dokumente wurden einige Male kopiert und wir mussten auf jeder Seite einmal unterschreiben. Mindestens zehnmal. Nach ca. 4 Tagen bekam ich dann einen Anruf, dass meine Unterschriften nicht übereinstimmten. Ich dachte ich höre nicht richtig. Auf jeden Fall musste ich dann nochmal dahin und erneut unterschreiben. Das Gleiche passierte auch mit Marco. Sehr mysteriös. Aber nun gut, dann haben wir nochmal unterschrieben und dann war gut.
Aber alles in allem einfach unfassbar! Worin besteht der Sinn einfach immer irgendwelche Annahmen zu treffen und diese weiterzuleiten als wären sie Gesetz? Keine Transparenz, keine wirkliche Grundlage, nichts! Heute war es dann soweit: ich habe meine Dokumente für mein Konto in der Ba

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Lunch mit dem Team und Lonavla

Hey miteinander!

Schon wieder eine Woche rum und auch diesmal habe ich wieder einiges erlebt.

Ein schönes Erlebnis bzgl. der Arbeit war das gemeinsame Mittagessen am Freitag in einem Restaurant. Wir haben einiges bestellt, hatten viel zu essen und hatten viel Spaß miteinander. Das Team in Indien wächst immer mehr, so dass das indische Projektteam mittlerweile ca. 15 Mitglieder umfasst. Viele davon sind neu und auch noch recht jung – was ich aber nur als positiv werten kann. Es war wirklich ein lustiger Mittag. Wir hatten viel Spaß, haben uns lustige Geschichten aus unseren Ländern erzählt und es war einfach mal schön, sich außerhalb dem Büro ein bißchen kennenzulernen.

Gestern nachmittag sind Anindita, Marco und ich dann aufgebrochen um nach Lonavla zu fahren – ein schöner Ort mitten in den Bergen mit ein paar Seen. Bevor wir in den Bus gestiegen sind um dorthin zu fahren, haben wir jedoch noch ein paar Flaschen Wein und Wodka für den Abend gekauft – wie man das hier so macht :-) Dort angekommen (gegen 19.30h), war es schon recht dunkel. Doch zum Glück ist auf die Rickshaw-Fahrer überall Verlass. Somit haben wir uns in eine Rickshaw gesetzt und den Fahrer gebeten, uns zu einem guten günstigen Hotel zu fahren. Wir haben direkt beim 2. Anlauf ein super Hotel gefunden und dort eingecheckt und auch dort im Restaurant erstmal gegessen. Abends haben wir es uns dann gemütlich gemacht, Wein getrunken, Wodka+Sprite getrunken und viel gelacht. Es ist einfach so schön und interessant wie Welten und Vorstellungen oft aufeinanderprallen. Und einiges doch einfach immer gleich ist!

Morgens sind wir dann recht früh aufgestanden um uns Lonavla anzugucken. Was eine schöner, ruhiger Ort! Wir haben uns dann ein Taxi für 3 Stunden gemietet und sind zu jedem Touristikpunkt gefahren. Auf dem Weg haben wir sogar Kamele gesehen! :-) Aber seht selbst: Wasser und Berge wo man nur hinsieht!

Nun bin ich sehr müde und kaputt und werde mich heute nur noch ausruhen…

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Sophia

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Ein Wochenende in Pune

Hallo zusammen,

da ich gerade noch recht fit bin, hier eine kleine Zusammenfassung von meinem Wochenende in Pune.
Pune ist die nächstgrößte Stadt in Maharastra und somit natürlich auch eine Reise wert. Marco und ich sind am Samstag morgen schön mit einem sogenannten Volvo-Bus (ein klimatisierter luxuriöser Reisebus) ca. 3,5Std. nach Pune gefahren. Dort angekommen, haben wir im Hotel eingecheckt und sind dann direkt los zum Aga Khan Palace. Hier wurde Gandhi einige Jahre festgehalten und seine Frau ist im Endeffekt auch dort gestorben. Der Palast ist noch in einem sehr guten Zustand und sieht wirklich toll aus. In dem Palast gibt es ein kleines Museum über Gandhi und die Zeit.


Von dort sind wir dann mit einer Rickshaw ganz in den Süden zum Parvati Hill Temple gefahren. Ich meine es gibt ja jetzt nicht wenige Tempel hier, aber dieser war doch irgendwie einmalig. Hoch auf einem Berg, schön gestaltet und einfach toll. Als wir jedoch aus dem Tempel wieder raus gingen, waren Marco’s Flip Flops leider geklaut worden…nun, das kann halt mal passieren :-)

Weiter gings dann in die Stadt, da immer noch das Ganesha Festival überall in vollem Gange ist. Und auf dem Weg passierte es: ich habe meinen ersten “freilaufenden” Elefanten hier gesehen! Es war soo cool! Er ist einfach auf der Straße rumgelaufen und ein Inder saß oben auf ihm drauf und hat ihn ‘gelenkt’. Außerdem war der Elefant im Gesicht bunt angemalt. Es war mit das tollste Erlebnis am Wochenende :-)

In der Stadt haben wir dann wunderschön beleuchtete Tempel gesehen und die Straßen waren voll von Menschen die auf den Straßen feierten. Es war eine tolle Stimmung!

Am nächsten Morgen sind wir dann zur Shaniwar Wada (einer alten Festung) gefahren und haben die Ruhe genossen :-) Mittlerweile sind wir uns schon einig, dass Mumbai einfach für längere Zeit viel zu laut und chaotisch ist. Pune ist im Gegensatz zu Mumbai etwas ruhiger und auch etwas sauberer.

Nun gut. Von dort aus sind wir dann weiter zum Sinhagad Fort gefahren. Wir konnten dort mit einem Bus hinfahren, dessen Haltestelle zu finden jedoch eine etwas schwierigere Aufgabe war. Jedenfalls haben wir es irgendwann geschafft :-) Dort angekommen, mussten wir nun noch weiter mit einem Shared-Jeep fahren (d.h. der Jeep wird so voll gemacht, bis kein Milimeter mehr frei ist). Im Endeffekt saßen 17 Leute in dem Jeep und wir mittendrin. Wir sind damit dann mindestens eine halbe Stunde hoch in die Berge gefahren und sind irgendwann an der Spitze des Berges angekommen. Die Reise war es aber wirklich wert! Es war ein wunderschönes Gelände hoch oben in den Bergen Pune’s. Die Schluchten waren zwar echt extrem steil, aber daran habe ich mich nach kurzer Zeit auch gewöhnt.

Nachmittags wollten wir dann wieder mit dem klimatisierten Bus nach Mumbai fahren und mussten ca. 1 Stunde in der Schlange stehen bis wir unsere Tickets bekamen. Kurz bevor wir am Ticketschalter waren, erfuhren wir dass wir in der Reihe für den alten, nicht-klimatisierten Bus standen. Die zweite Schlange daneben wäre wohl für den klimatisierten Bus. Oh nein, sowas blödes! Das hier aber auch nie etwas ausgeschildert ist! Naja egal, sind wir halt mit dem alten Bus gefahren. War jedoch trotzdem recht angenehm und offene Fenster nachts sind auch schön :-)

So, nun muss ich aber ins Bett – ist schon spät hier.
Gute Nacht und bis bald,
Sophia

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