Der VW-Golf ist Kult - mittlerweile rollt er schon in der sechsten Baureihe über Deutschlands Straßen. Jede Generation Golf hatte ihre Fans und Kritiker. Sein Debüt feierte der VW Golf 1794, und seitdem erfreut er sich größter Beliebtheit. Der aktuelle Golf VI lief 2008 das erste Mal vom Band. Einen Golf der 1. oder 2. Baureihe sieht man nur noch selten auf den Straßen. Beliebter ist dagegen der 4er Golf als Gebrauchtwagen: Meist sind es jüngere Tuningfans, die sich den gebrauchten Vierer kaufen, da er günstig zu haben und bis auf ein paar kleine Makel technisch solide ist.
So ist das Golf-Tuning zu einem festen Bestandteil der Tuning-Szene geworden, in welcher der Golf IV besonders oft vertreten ist. Jeder kennt das Bild vom tiefergelegten Vierer mit breiten Reifen und schwarz getönten Scheiben. Getunt werden dabei aber nicht nur optische Eigenschaften wie Reifen, Scheiben und Karosserie: Auch Motor und Fahrwerk erfahren nicht selten eine Upgrade. So ist der 4er Golf zum beliebtesten Tuning-Modell geworden – für kein anderes gibt es derart viele Tuning-Teile.
Karosserie und Verarbeitung
Zunächst einmal belohnt der TÜV den Golf IV mit guten Zahlen. Auspuff, Bremsen und Achsen sind auch nach über 10 Jahren noch solide. Kritisiert werden dagegen die Scheinwerfer. Zwar fallen sie unter rein optischen Gesichtspunkten positiv auf, doch dem TÜV gefallen sie nicht: Zu lichtschwach und falsch abgestimmt seien die Lichtquellen.
Auch im Innenraum hat sich im Laufe der Jahre das eine oder andere Verarbeitungsproblem offenbart. Golffahrer der vierten Generation klagen über störende Scheppergeräusche aus dem blau beleuchteten Cockpit, wackelnde Sitze, streikende Fensterheber und eine unberechenbare Zentralverriegelung.
Motor und InnenraumDer Golf IV ist nicht nur wegen seines Tuningpotentials beliebt, auch wegen seiner Zuverlässigkeit und Sicherheitsausstattung gilt der 4er Golf als solides Gefährt. Der Fahrgast im Innenraum darf sich sicher fühlen – schon das Basismodell wurde serienmäßig mit Airbags, Seitenairbags und ABS ausgestattet. Die ab dem Jahr 2000 hergestellten Modelle sind zusätzlich mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP ausgestattet.
Der VW-Motor ist solide, teure Inspektionen und Reparaturen fallen nur selten an. Lediglich bei den beliebten Pumpe-Düse-Dieseln ist ab rund 60.000 Kilometern ein Zahnriementausch fällig. Wer hier nicht handelt, riskiert einen teuren Motorschaden. Auch die Bremsanlage sollte ab diesem Tachostand überprüft werden. Ansonsten erweist sich der Golf IV als zuverlässiges Gefährt.
FazitWer einen günstigen Gebrauchtwagen sucht, ist mit dem Golf IV gut beraten. Die Sicherheitsausstattung ist gut, und wer über die Verarbeitungsprobleme im Innenraum hinwegsehen kann, erwirbt mit dem Golf IV ein solides Gefährt, das bei bedarf nach Herzenslust getunt werden kann. Dass sich auch nach 13 Jahren der Golf IV größter Beliebtheit erfreut, zeigt sich schließlich daran, dass er noch immer in großer Stückzahl über die Straßen rollt.
Text bereitgestellt durch: www.auto.de